TeaSpeak Server Installation unter Linux

TeaSpeak Server Installation unter Linux

Diese Anleitung beschreibt die Installation und Inbetriebnahme eines TeaSpeak Servers unter Linux. Sie ist für die Verwendung auf einer Website (Hosting‑Dokumentation, Tutorials oder Knowledge Base) optimiert und richtet sich an Einsteiger sowie Administratoren.


1. Was ist TeaSpeak?

TeaSpeak ist eine moderne Voice-Server-Software, die als Alternative zu TeamSpeak entwickelt wurde. Sie bietet hohe Performance, eine modulare Architektur und moderne Sicherheitsmechanismen.


2. Systemvoraussetzungen

Empfohlene Mindestanforderungen:

  • Linux-Server (Ubuntu 20.04+ / Debian 11+ empfohlen)

  • 64-Bit-System

  • 1 vCPU

  • 1 GB RAM (2 GB empfohlen)

  • ca. 5–10 GB freier Speicher

  • Root-Zugriff oder sudo-Rechte

Benötigte Ports (Standard):

  • UDP 9987 (Voice)

  • TCP 10101 (ServerQuery)

  • TCP 30033 (Dateitransfer)


3. System vorbereiten

System aktualisieren und benötigte Pakete installieren:

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo apt install wget nano htop -y

4. TeaSpeak-Benutzer anlegen (empfohlen)

Aus Sicherheitsgründen sollte der TeaSpeak Server nicht als Root betrieben werden:

sudo adduser teaspeak
su - teaspeak

5. TeaSpeak Server herunterladen

Der TeaSpeak Server wird über das offizielle TeaSpeak-Repository bereitgestellt. Für produktive Umgebungen sollte stets die stabile Version verwendet werden.

Aktuelle stabile Version (Linux 64-Bit):

wget https://repo.teaspeak.de/server/linux/amd64_stable/TeaSpeak-1.5.6.tar.gz

Archiv entpacken:

tar xvf TeaSpeak-1.5.6.tar.gz
cd TeaSpeak-1.5.6

6. Lizenzbedingungen akzeptieren

Vor dem ersten Start müssen die Lizenzbedingungen akzeptiert werden:

touch .license_accepted

7. TeaSpeak Server starten

Beim ersten Start sollte der Minimal-Start verwendet werden, um den Server korrekt zu initialisieren:

./teastart_minimal.sh

Beim ersten Start werden wichtige Informationen ausgegeben:

  • ServerAdmin-Token

  • Initiale Login- und Serverdaten

Diese Daten unbedingt sichern, da sie später nicht erneut angezeigt werden.

Nach der Initialisierung kann der Server regulär gestartet werden:

./teastart.sh start

Server stoppen:

./teastart.sh stop

8. Firewall konfigurieren

Beispiel mit UFW:

sudo ufw allow 9987/udp
sudo ufw allow 10101/tcp
sudo ufw allow 30033/tcp
sudo ufw reload

9. Autostart mit systemd einrichten (optional)

systemd-Service erstellen

sudo nano /etc/systemd/system/teaspeak.service

Inhalt:

[Unit]
Description=TeaSpeak Server
After=network.target

[Service]
User=teaspeak
WorkingDirectory=/home/teaspeak/TeaSpeak-1.5.6
ExecStart=/home/teaspeak/TeaSpeak-1.5.6/teastart.sh start
ExecStop=/home/teaspeak/TeaSpeak-1.5.6/teastart.sh stop
Restart=on-failure
RestartSec=5

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Service aktivieren und starten:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable teaspeak
sudo systemctl start teaspeak

10. Verbindung mit dem TeaSpeak Client

  • TeaSpeak Client starten

  • Server-IP oder Domain eingeben

  • ServerAdmin-Token verwenden

  • Server konfigurieren


11. Fazit

TeaSpeak ist eine leistungsstarke Alternative zu klassischen Voice-Servern und lässt sich unter Linux schnell und sicher installieren. Nach der Grundinstallation können Channels, Rechte und Module individuell angepasst werden es hat was besonderes in sich mit TeamSpeak 3 Clients ;-).


Hinweis: Versionen und Download-Links können sich ändern. Regelmäßige Updates werden empfohlen.